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Dampflokomotiven

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Polnische 3-achsige Dampflokomotive "LAS"

Archiwum · Stan 1994Strona archiwalna tylko w języku niemieckim

POLNISCHE 3-ACHSIGE DAMPFLOKOMOTIVE "LAS"

Während der Besetzung Polens durch Deutschland im 2. Weltkrieg wurde die polnische Lokomotiv-Fabrik in Chrzanów bei Katowice (Kattowitz) unter die Verwaltung des deutschen Lokomotivbauers HENSCHEL & SOHN (Kassel) gestellt. In dem jetzt "Lokomotivfabrik Krenau/Oberschlesien" genannten Werk ließ HENSCHEL nach eigenen deutschen Plänen eine Reihe zweiachsiger schmalspuriger Dampflokomotiven für die Forstverwaltung auf polnischem Gebiet bauen. Nachdem Polen seine staatliche Souveränität wiedererlangt hatte, wurden auf der Grundlage der erhaltenen Henschel-Pläne der 50 PS-Lok RIESA 2-Kuppler für 600 mm Spurweite gebaut. Diese polnische Type wurde "RYS" genannt.Polnische 3-achsige Dampflokomotive "LAS" Schnell stellte sich heraus, dass die Anforderungen in Polens Forstverwaltung und Industriebetrieben eine stärkere Schmalspurlokomotive erforderten, welche zudem eine geringere Achslast haben sollte. Daher wurde auf der Grundlage der Pläne der 60/65 - PS- Lokomotivtype HENSCHEL MONTA der 3-Kuppler "LAS" gebaut.

Polnische 3-achsige Dampflokomotive "LAS"

"Las" ist das polnische Wort für "Wald". Um die Durchfahrt eines engen Radius zu ermöglichen, wurde die mittlere Achse beweglich und mit Radreifen ohne Spurkranz ausgestattet. Die ersten Nachkriegsexemplare dieser polnischen Lokomotiven waren - wie das obige Detailfoto zeigt - aufwendiger produziert als die deutschen HENSCHEL-VORBILDER.

So waren die Einstiegsgriffe in beide Seiten des Führerhauses eingelassen, wozu gesonderte nach innen gehende Kassetten mit Rundmulden eingebaut wurden. Die Wasserkästen waren abgerundet und genietet, die Kessel waren genietet, die Rauchkammertür war gewölbt. Bei späteren Baulosen des Typs wurden die Einstiegsstangen nach außen zeigend auf die Seite des Führerhauses aufgesetzt. Die Wasserkästen waren aus eckigen Blechen geschweißt, die Rauchkammertür war flach, auch der Kessel wurde teilgeschweißt. Bis 1956 wurden über 65o Exemplare der Lok gebaut.

Spurweite 600-785 mmLeergewicht 9,5 t
Ø Zylinder 245 mmDienstgewicht 11,6 t
Kolbenhub 300 mmSchublast 12
Ø Antriebsräder 630 mmAchslast 4 t
Achsstand 1600 mmLüP 5945 mm
Dampfdruck 12 BarHöhe 2573 mm
Rostfläche 0,65 m²Breite 1905 mm
Heizfläche 23,0m²Zugkraft b. 0,6p 2075 kg
Wasservorrat 0,607 m³Zugkraft 0,75p 2570 kg
Kohlevorrat 0,5 tkl. bef. Bogen 22 m
V max. 20 km/h70 PS

Die Lokomotive kann mit Druckluftbremse ausgestattet werden. Je nach Spurweite ist der Puffer auf Höhe 340 mm (600 mm) oder 600 mm (750 und 785 mm) montiert.

Mehrere Exemplare der LAS sind inzwischen u.a. in Deutschland, Österreich und Großbritannien beheimatet. 1994 erportierte INTERLOK eine LAS mit Kobelschornstein an die PARKEISENBAHN BERLIN, wo sie bis heute im Einsatz ist. Nähere Information hierzu bietet die WEBSEITE der Parkeisenbahn. Bei der englischen MIDLANDS RAILWAY (Fotos: Eddie DRAPER) wurden sie bei speziellen Kinder-Bahnhofsfesten mit Gesichtsmaske und verborgenen Lautsprechern als "HERMAN THE TANK ENGINE" ausgestattet, die zu den Kindern "sprechen" konnte.

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